Kopfbild

Jusos Kreisverband Rastatt / Baden-Baden

Unverantwortbare Lücke

Pressemitteilungen

Jusos kritisieren fehlen einer Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus im Landkreis.

„Die „Nationalen Sozialisten Rastatt“ („NS Rastatt“), […] und mittlerweile die aktivste
neonazistische Kameradschaft in Baden-Württemberg sind“ heißt es im Verfassungsschutzbericht von 2011. „Ein Zitat das jeden Bürger im Landkreis zutiefst beunruhigen und zum Handeln auffordern sollte“, so Juso-Kreisvorsitzender Simon Uhrig, „an aller erster Stelle die Verwaltungsinstanzen, denn das ist wohl die mieseste Werbung die einer Region, die es auch durchaus auf den Tourismus abgesehen hat, unterkommen kann.“ Und doch gibt es keine Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus im Landkreis, auch nicht im Stadtkreis Baden-Baden.

Bereits 21 Stadt-und Landkreise in Baden-Württemberg verfügen über solche Ansprechstellen für Opfer rechtsextremer Gewalt, die unter dem Namen „kompetent vor Ort – für Demokratie – Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus“ bekannt sind und von der Jugendstiftung Baden-Württemberg und der Landesarbeitsgemeinschaft für offene Jugendarbeit getragen werden.

„Für uns ist es unverständlich, dass es eine solche Ansprachemöglichkeit in der baden-württembergischen Schwerpunktregion beim Thema Rechtsextremismus nicht gibt. Das Problem ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Dies ist eine Lücke die dringend geschlossen werden muss. Sonst bekämpfen wir weiterhin nur die Symptome dieser Krankheit, kommen aber nicht zu ihrem Ursprung.“, so Uhrig weiter.

Ähnlich sieht auch SPD-Kreisvorsitzender und Kreisrat Jonas Weber die Sache. „Wir müssen hier dringend Abhilfe schaffen und uns dem Thema annehmen. Es kann nicht sein, dass wir ein Feuer löschen und das nächste erst angehen wenn es wieder lichterloh brennt. Wir müssen endlich den Brandstiftern den Nachschub wegnehmen.“

Die Jusos und die SPD im Kreis werden das Thema weiter verfolgen und hoffen auf ein offenes Ohr bei Landrat Bäuerle.

 
 

Suchen

 

Jusos auf Facebook