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Jusos Kreisverband Rastatt / Baden-Baden

Jusos stehen hinter Frauenhaus

Pressemitteilungen

Juso-Kreisverband Rastatt/Baden-Baden und Juso-AG Baden-Baden sind enttäuscht über Landkreis Rastatt und Stadt Baden-Baden / Kündigung sofort Zurücknehmen

In einer gemeinsamen Pressemitteilung kritisieren der Juso-Kreisvorsitzende Mark Zanger und der Sprecher der Juso-AG Baden-Baden, Julien Wichmann, die aktuelle Entwicklung in der Diskussion um das Frauenhaus Baden-Baden, die in der endgültigen Kündigung zum 30. Juni 2009 gipfelte. „Wir Jusos sind enttäuscht über das unverantwortliche Vorgehen von Seiten des Landkreises und der Stadt“, so Mark Zanger. „Hier werden Kämpfe auf den Rücken derjenigen ausgetragen, die schon genug leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben machen mussten.“
Julien Wichmann zeigt sich vor allem erschrocken, wie wenig Rücksicht die Verantwortlichen dabei nehmen: „Wer die Debatte verfolgt hat, müsste frieren vor sozialer Kälte. Es wäre sinnvoll, rhetorisch abzurüsten und sich die Konsequenzen der Entscheidung vor Augen zu führen.“

Die Jusos Mittelbaden fordern, die Kündigung sofort zurückzunehmen. Nicht nur werden die betroffenen Frauen und Kinder gestraft, auch die Arbeit der Mitarbeiter und vielen ehrenamtlichen Helfer wird so mit Füßen getreten. Sie alle dürfen zu Recht von der Politik enttäuscht sein, so die Jusos. Auch in unserem Landkreis müssten die Schwächeren Gehör finden und Unterstützung von Seiten der Politik erwarten dürfen.
Für nicht nachvollziehbar hält der Juso-Kreisvorsitzende Mark Zanger die Starrköpfigkeit, mit der in dieser Diskussion vorgegangen wird. Klar ist für ihn, dass der Landkreis sich an den entstehenden Kosten beteiligen muss. Für einen schlechten Scherz hält Zanger, dass Landrat Bäuerle versucht, sich vor der Finanzierung des Frauenhauses in Baden-Baden zu drücken. „Sollte dies gar ernst gemeint sein, wäre Landrat Bäuerles Einstellung in dieser Frage zutiefst beschämend“, so Zanger. Die Jusos wollen aber auch die Stadt Baden-Baden in die Verantwortung nehmen: Die angeblich angefallenen Kosten von 573 000 Euro im Zeitraum Januar 2005 bis August 2008 müssen genau aufgeschlüsselt werden. Von Transparenz, die eine Einigung mit dem Landkreis sicher vereinfachen würde, könne bis jetzt nicht die Rede sein.
Die Jusos hoffen, dass der öffentliche Druck weiter anhält und intensiviert wird. Dabei erwarten die Jung-Sozialdemokraten auch ein klares Bekenntnis aller Fraktionen in Stadtrat und Kreistag zum Frauenhaus als eine wichtige Institution und Anlaufstelle für die Opfer häuslicher Gewalt. „Wegducken und Schönreden ist nicht“, so Mark Zanger, „wir brauchen das Frauenhaus.“ Und Julien Wichmann ergänzt im Hinblick auf die Kosten: „Hier wird am falschen Ende gespart. Wir bessern die Zustände für die betroffenen Frauen nicht, wir verschlechtern sie. Das ist alles andere als sozial gerecht.“

 
 

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